Das Handwerk läßt die Luminale erleuchten

Handwerk und Handwerkskammer als Teil der Stadtgestaltung

Luminale 2018


"... Aller Kunst muss das Handwerk vorausgehen"*

»Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht von nebenan« steht als Marke für Tradition, aber auch für Zukunft und Innovation. Mit dem Dualen Ausbildungssystem legt der Wirtschaftssektor die Basis für einen prosperierenden Standort, hilft bei der Umsetzung aktueller Themen wie Wirtschaft 4.0, Digitalisierung, Smartes Bauen oder Energie-Effizienz und gestaltet damit FrankfurtRheinMain nachhaltig mit. Anlässlich der Luminale 2018 haben Handwerk und der Lichtkünstler Herbert Cybulska das Gebäude der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main in der Bockenheimer Landstraße 21 neu inszeniert. Die Fassade des Hauses, das 1885/86 erstmalig in Frankfurter Archiven Erwähnung findet, durchbricht die dominierende Optik kühler Bürohausfassaden und deckenmontierter Leuchtstofflampen der Bankenmetropole. Handwerklich konzipierte Displays erzählen die Evolution des Schraubenschlüssels in Zeiten der Digitalisierung. Programmierbare Laibungsleuchten ermöglichen Lichtbilder unterschiedlicher Art - vielfältig wie das Handwerk - denn »….ALLER KUNST MUSS DAS HANDWERK VORAUSGEHEN«. (J. W. v. Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821).
 
 
Der Frankfurter Lichtkünstler hat insgesamt vier Bilder gestaltet, die anlassbezogen am Abend strahlen.

 

"ALLTAG"

 
Das Bild positioniert die 130 Berufe des regionalen Handwerks, aber auch die Institution Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main sichtbar im Frankfurter Stadtbild. Nachts ist die Umgebung der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main von beleuchteten Fenstern geprägt, hinter denen gearbeitet wird. In den Räumen in den Hochhäusern der Umgebung mit ihren Banken, Anwaltskanzleien und Versicherungen sind Leuchtstoffröhren zu sehen: kühl, gleichmäßig und leicht grünstichig. Die Fassade der Bockenheimer Landstraße hat in Naturstein gefasste Fenster. Lichtkästen mit variabler LED-Technik wurden für die Fassade maßgeschneidert. In den Nischen unterhalb der Fenster wird die Handwerksschraube in Varianten des neuen, des digitalen Zeitalters durchgespielt.  Die zeitlose Eleganz des Natursteins in der Fassade wird durch spezielle Leuchten betont, die im Alltagsbild mit warmem Licht der die Fensterlaibungen illuminieren.  Der aufmerksame Beobachter sieht kleine Überblendungen der Fensterlichter, die ganz dezent den Rhythmus der Fassade unterschiedlich betonen, scheinbar wiederkehrend, aber doch unterschiedlich. In einem Zählrhythmus, der von den vorbei eilenden Menschen abgeleitet ist, ändert sich immer mal wieder das Licht der Leuchtkästen. Scheinbar wiederkehrend, gibt es erst Lichtwechsel - später auch einen Farbwechsel - kurz und flüchtig, wie die Vorbeieilenden. Das scheinbar Gewohnte erscheint kurz in sprichwörtlich neuem Licht. Dem starren, verharrenden Licht der Umgebung wird ein neues dynamisches entgegen gesetzt. Das neue ist anders, ohne ganz neu zu sein.  Die Änderungen sind nicht kalkulierbar -  wie unser Alltagsleben, das in wenigen Jahren bestimmt ganz anders ist.
 

"ASCHERMITTWOCH"

 
Es gibt Tage des Stillstandes, der Trauer, des Innehaltens.  So sind der Aschermittwoch, der Volkstrauertag auch ein Teil unserer Gedenktage. An diesen Tagen verliert der Naturstein durch kühles Licht aus den Laibungsleuchten seine Wärme - und mit der Wärme seine Erdverbundenheit. Die Displays mit den Logos wechseln von neutral zu warm - wie in den Büros ringsherum. Es sind die Alltäglichkeiten, die an diesen Tagen das Leben zusammenhalten. Die Dynamik, die Wechsel gibt es an diesen Tagen nicht. Fast nicht. Die Symbole des Handwerks dimmen ganz langsam auf und ab, wie der Atem eines Wartenden.
 

"TAG DES HANDWERKS"


 Am Tag des Handwerks erstrahlt die Fassade in vielen Farben. Statt sachlicher Tönung des Sandsteins bestimmen fröhliche Farben das Bild. In das vermeintliche geordnete Muster der Farbverläufe schleicht sich das Cyan der Dachmarke "Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht von nebenan." wie ein Störpixel ein. Mal taucht es hier, mal dort auf - unvermittelt und voller Überraschungen wie das Wirtschafts- und das Handwerkerleben. Die Displays, die mit den Symbolen der Kammer spielen, gehen die Farbwechsel mal harmonisch mit, mal bilden sie einen Kontrast.  Die Farbpalette der Leuchten reicht von plakativen, klar emotionalen Farben bis hin zu Zwischentönen, die nicht recht einzuordnen, aber interessant sind. Nach vielen Wechseln findet sich die Fassade im Warmton des Alltagsbildes wieder - und für den aufmerksamen Betrachter fügen sich die Handwerksberufe in groben Pixeln zu einer 130 zusammen - ganz flüchtig, ganz beiläufig, denn die große Botschaft ist Vielfalt - geordnete Vielfalt mit einem kräftigen Schuss Bodenständigkeit.
 

"LUMINALE"  


Die Bilder des Alltags, der gedämpften Festtage und das der fröhlichen Anlässe zeigen der Stadt, wie vielfältig ein und dieselbe Lichtanlage im Nachtbild wirken kann.  Zur Luminale verlässt die Fassade die disziplinierten Bilder. Alle Farb- und Rhythmusvarianten sind erlaubt, das Fassadenbild darf übertreiben, muss sich nicht zurücknehmen.  Die in Farbe und Dynamik frei veränderbaren Leuchten werden zu jeder Luminale neu geschaltet.  Die Fassade kann sich so zu den Stimmungen der Zeit und der Stadt immer wieder neu verhalten - es bleibt nichts wie es war. Alles kann sich drehen und bewegen, das Augen und Ohr überraschen.


Die Handwerkskammer unterstützt als Partner des Handwerks die Interessen von rund 34.000 Unternehmern, 150.000 Handwerkern sowie 10.000 Auszubildenden in 130 Berufen an insgesamt sechs Standorten in FrankfurtRheinMain und Brüssel.



Das  Programm der Luminale hier als Download.

Kein Lichtfestival ohne Handwerk


Handwerk lässt es leuchten

Schilder- und Licht­reklame­her­steller: Es wird strahlend bunt


Sie leuchten, sie blinken und ziehen die Blicke der Passanten auf sich - Deine Schilder- und Lichtreklamen beleben das Straßenbild und machen auf die ansässigen Geschäfte und Betriebe aufmerksam. Sie unterscheiden sich voneinander im grafischen Aufbau, damit die werbenden Unternehmen möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Gefragt ist nicht nur handwerkliches Können, sondern auch gestalterisches Talent. Mit diesen Eigenschaften erfüllst Du die vielseitigen Aufgaben, die dir in deinem Arbeitsalltag begegnen. Du entwirfst unter anderem Schriften und Zeichen und montierst energiesparende Lichtröhren und Leuchtkästen. Aus diesem Grund musst du auch mit Elektrotechnik umgehen können. Der Beruf führt dich zudem mit vielen Leuten zusammen und Du bist an vielen Orten im Einsatz, wenn du deine Produkte bei den Kunden anbringst. Dein Beruf ist somit ähnlich bunt wie das Straßenbild.
 

System­elektro­niker/-in: Probleme lösen und Ideen finden


Die Aufgabenpalette ist vielfältig: Alte und neue Geräte und Systeme in unterschiedlichen Technologien benötigen spezielle Schnittstellen, um zusammenarbeiten zu können. Für eine Messaufgabe ist ein spezieller Sensor erforderlich. Zur Ausführung eines Steuerbefehls ist eine elektromechanische Vorrichtung zu entwickeln. Dafür benötigst du vielfältiges Know-how. Konventionelle Elektrotechnik, Elektronik und Mikroelektronik, Mechanik und Mikromechanik sowie Computertechnik und Software wirken zusammen. Das bedeutet viel Abwechslung statt Langeweile. Wenn du gern im Team - in Werkstätten oder direkt beim Kunden - arbeitest, englische Fachausdrücke und Programmiersprachen verstehst und schnell schaltest, dann bist Du in diesem Beruf genau richtig.

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