16.09.2026
„Azubi-Talk“ in Hainburg zeigt Stärken der beruflichen Bildung
Studium oder Ausbildung? Warum nicht gleich ins Handwerk? Schließlich gibt’s dort mehr als 130 Ausbildungsberufe. Per VR-Brille standen die Schülerinnen und Schüler dann auch direkt mitten im Handwerk. Wo eben noch Klassenzimmer war, wird Arbeit virtuell greifbar. Rund 200 Schülerinnen und Schüler aus der Region informierten sich über Chancen und Möglichkeiten der dualen Bildung.
© Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main
Erste Frage: Gehalt
Zuerst ging es um die Frage, die die meisten interessierte: Was verdient man eigentlich? Die Botschaft war klar: Ausbildung ist ein Einstieg, der sich finanziell und ideell lohnt. Anwesende Azubis bestätigten das. Dominik zum Beispiel, der sein Studium für eine Ausbildung abgebrochen hat: „Ich bin jetzt viel glücklicher, weil ich mehr Praxis habe.“ Christoph, im zweiten Ausbildungsjahr zum Anlagenmechaniker, ergänzt: „Wichtig ist, dass man Spaß hat an dem, was man tut.“ Ein Studium, sagt SHK-Azubi Lukas, könne man immer noch dranhängen.
VR-Brillen machen Berufe sichtbar
Gut 20 Betriebe aus der Region stellten sich vor. Mittendrin: Die Handwerkskammer mit dem Programm „Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Kathrin Wandner und Tatjana Habianek beraten konkret: Welcher Beruf könnte passen? Welche Betriebe suchen Nachwuchs? Wie kommt man an einen Ausbildungsplatz?
Die VR-Brillen, die sie mitgebracht haben, machen sichtbar, was sonst abstrakt bleibt. Und sie zeigen, worum es an diesem Vormittag eigentlich geht: Die Jugendlichen sollen Handwerk nicht nur als Schlagwort kennenlernen, sondern als echte Möglichkeit für die Zukunft.