20.08.2026

Smart gebaut. Green gedacht. Handwerk-Azubis bauen die „Smart Green Box“

Die „Smart Green Box“ ist ein von Zukunftshafen Frankfurt e.V. konzipiertes Microhouse, das vor allem wohnungslosen Menschen eine Unterkunft bieten soll. Den Prototypen haben Handwerk-Azubis im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Weiterstadt der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main gebaut. Die Ausstellung im Rahmen der Darmstädter Tage der Transformation zeigt, wie handwerkliche Ausbildung, nachhaltiges Bauen und gesellschaftliche Verantwortung zusammengehen.

© Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main
Die Smart Green Box beim Richtfest: Hier wurde noch fleißig gebaut und fertiggestellt. 

Darmstädter Tage der Transformation

Die Darmstädter Tage der Transformation gehen in die achte Runde. Mit dem Fokus auf Baukultur wird unterstrichen, wie zentral die Gestaltung von Gebäuden, Flächen und anderen Orten des Miteinanders für die nachhaltige Entwicklung moderner Gesellschaften ist. Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main stellt in diesem Jahr das Projekt "Smart Green Box" vor.

Führung durch die Ausstellung

Lassen Sie sich die interessantesten Einblicke nicht entgehen und entdecken Sie bei unserer Führung besondere Details, Hintergründe und Geschichten.

Führung: 28.09.2026, 18 Uhr

Die Ausstellung ist während der gesamten Veranstaltungswoche zugänglich.

Zeitraum: 28.09. bis 02.10.2026

Ort: Schader-Campus, Goethestraße 1–2, 64285 Darmstadt

Weitere Informationen unter DTdT2026.

Das Projekt

Bezahlbarer, nachhaltiger und sozialer Wohnraum

Wie kann bezahlbarer, nachhaltiger und sozialer Wohnraum für Menschen in Notlagen entstehen? Eine mögliche Antwort darauf gibt die „Smart Green Box“. Das vom Zukunftshafen Frankfurt e.V. entwickelte Microhouse soll vor allem wohnungslosen Menschen einen geschützten Rückzugsort bieten. Auf nur 4,2 Quadratmetern vereint die Box alles, was für den Alltag notwendig ist: einen Schlafplatz, eine Kochmöglichkeit, eine Dusche sowie digitale Vernetzung. Gleichzeitig setzt das Konzept auf nachhaltige Materialien und eine modulare Bauweise, die eine spätere serielle Produktion ermöglichen könnte. Der erste Prototyp wurde im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Weiterstadt der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main von Auszubildenden aus dem Zimmerer- und Dachdeckerhandwerk gebaut und im Rahmen der World Design Capital 2026 in Frankfurt am Main im öffentlichen Raum präsentiert. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie handwerkliche Ausbildung, nachhaltiges Bauen und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbunden werden können.

Die Herangehensweise

Die Ausstellung im Rahmen der Darmstädter Tage der Transformation 2026 greift die Maße der Smart Green Box räumlich auf und lädt dazu ein, sich mit den Herausforderungen des Wohnens und den Potenzialen innovativer Wohnkonzepte auseinanderzusetzen. Sie gliedert sich in verschiedene Themenbereiche, die den Weg von der gesellschaftlichen Herausforderung über die Idee bis hin zur praktischen Umsetzung und zum Dialog mit den Besucherinnen und Besuchern nachzeichnen.

Von der Situation hin zum Dialog

Zu Beginn richtet sich der Blick auf die Situation von wohnungslosen Menschen in Deutschland. Aktuell wird ihre Zahl auf mehr als 500.000 Personen geschätzt. „Was brauchen betroffene Menschen wirklich?“ fragt die Ausstellung und bietet Antworten von „Schutz vor Gewalt“ bis zu „Vernetzung mit der Gesellschaft“ als Diskussionsgrundlage an.

Im weiteren Verlauf steht die Idee der Smart Green Box im Mittelpunkt. Vorgestellt werden das Konzept des Zukunftshafen Frankfurt e.V. sowie der soziale, ökologische und technologische Ansatz des Projekts. Skizzen und Modelle machen die einzelnen Planungsschritte nachvollziehbar und zeigen, wie aus einer Vision ein konkretes Bauprojekt entstanden ist.

Der nächste Ausstellungsbereich widmet sich der Umsetzung. Videos, Fotografien und Originalmaterialien vermitteln einen lebendigen Eindruck vom Bau der Hülle des ersten Prototypen durch die Handwerk-Azubis. Besucherinnen und Besucher erfahren dabei nicht nur etwas über die verwendeten Materialien und ihre Eigenschaften, sondern erhalten auch Einblicke in moderne Ausbildungswege. Der Innenausbau der Box soll noch folgen.

Den Abschluss bildet eine Dialogstation, an der die Besucherinnen und Besucher eingeladen sind, ihre Gedanken zum Thema „Zuhause“ zu teilen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie viel Platz braucht ein Mensch zum Leben? Die Ausstellung versteht sich damit nicht nur als Präsentation eines innovativen Bauprojekts, sondern auch als Einladung, über gesellschaftliche Verantwortung, nachhaltiges Bauen und neue Perspektiven auf Wohnen nachzudenken.

Projektpartner

Projektpartner sind der Zukunftshafen Frankfurt e.V. und die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main.

www.zukunftshafen-frankfurt.de

www.hwk-rhein-main.de