30.06.2026

Gerüstbauer-Gesellen in Weiterstadt gefeiert

Bei der Freisprechungsfeier im Gerüstbaugewerbe erhielten Ende Juni 22 Nachwuchskräfte ihre Gesellenbriefe von der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main (HWK). In der Gerüstbauhalle des Berufsbildungs- und Technologiezentrums Weiterstadt der HWK feierten die jungen Fachkräfte gemeinsam mit Gästen aus dem Handwerk sowie ihren Angehörigen ihren erfolgreichen Abschluss.

© Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main/Fotostudio Michels

(Weiterstadt, 30.06.2026) Zur Feiergesellschaft zählten neben den Ausbildern der Ausbildungsbetriebe und der Handwerkskammer auch Vertreter der Bundesinnung des Gerüstbauer-Handwerks, des Bundesverbands Gerüstbau, der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes, des Prüfungsausschusses sowie der Beruflichen Schulen Groß-Gerau. Mit ihrem erfolgreichen Abschluss stehen die frischgebackenen Gesellen dem Arbeitsmarkt nun als qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung.

Die Prüflinge mussten insbesondere ihre Kompetenzen beim praktischen Aufbau, der fachgerechten und sicheren Arbeitsausführung sowie der sorgfältigen Planung der jeweiligen Arbeitsschritte beweisen sowie fundierte Kenntnisse in der Materialkunde mitbringen. Bei der Prüfung kam es nicht nur auf handwerkliches Geschick an, sondern auch auf ein strukturiertes Vorgehen. Sie stellten Fachwissen, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein unter Beweis.

Mit großer Freude begrüßten Sandro Rende (stellvertretender Bundesinnungsmeister, Vizepräsident Bundesverband), Lukas Berger (stellvertretender Geschäftsführer von Bundesinnung und Bundesverband Gerüstbau), Florian Schöll (Geschäftsführer Berufliche Bildung der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main) sowie Dipl.-Ing. Klaus Waidhas (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) die neuen Gesellen und überreichten ihnen mit Dr. Stefan Häusele (Geschäftsführer der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes) ihre Gesellenbriefe.

Der Ehrenpreis der Münchner Dinser-Stiftung für die beste Gesellenprüfung ging an Dominik Ludwig Hoser aus Thannhausen, ausgebildet bei dem MN-Gerüstbau in Mindelheim. Für besonderes soziales Engagement wurde Khayyam Isayev aus Roth, ausgebildet bei der Schüttler Gerüstbau GmbH in Nürnberg, ausgezeichnet.

Lukas Berger (stellvertretender Geschäftsführer von Bundesinnung und Bundesverband Gerüstbau) beglückwünschte die jungen Fachkräfte: „In Ihrer Ausbildungszeit haben Sie weit mehr erworben als technisches Können. Sie haben gelernt, im Team zu bestehen, Verantwortung zu übernehmen und auch unter Druck verlässlich zu arbeiten. Genau diese Fähigkeiten machen aus Auszubildenden echte Fachkräfte. Gerade in einer Zeit zahlreicher globaler Krisen ist eines wichtig: die Gewissheit, einen Beruf mit Substanz und Zukunft zu haben. Das Gerüstbauer-Handwerk bietet genau das. Denn gebaut, saniert, instandgesetzt und modernisiert wird auch in schwierigen Zeiten. Wo gearbeitet wird, braucht es Sicherheit in der Höhe – und damit Gerüste. Das macht unser Handwerk krisenfest und zu einem verlässlichen Fundament für sichere Beschäftigung.“

Dr. Stefan Häusele (Geschäftsführer der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes) ermutigt die Gesellen, dem Gerüstbau treu zu bleiben: „Der Fachkräftebedarf ist hoch. Es gibt gute Fortbildungsmöglichkeiten, ob zum Ausbilder, zum Kolonnenführer oder zum Meister. Man kann in Ruhe Erfahrungen sammeln, Verantwortung übernehmen und dann überlegen, wie es mit der Karriere weitergeht.“ 

Zum Abschluss der Feier gratulierte auch HWK-Geschäftsführer Florian Schöll den jungen Handwerkerinnen und Handwerkern nochmals herzlich zu ihrer Leistung: „Ihr Einsatz und Ihre Ausdauer haben sich gelohnt. Sie zählen nun zu den hervorragend ausgebildeten Fachkräften, die auf dem Arbeitsmarkt dringend gebraucht werden. Das Handwerk lebt von Menschen wie Ihnen.“

Über die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main

Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main ist als Körperschaft öffentlichen Rechts erste Ansprechpartnerin für mehr als 33.000 Handwerksbetriebe mit knapp 170.000 Beschäftigten und rund 9.000 Auszubildenden in der Metropolregion Rhein-Main (Landkreise Hochtaunus, Main-Taunus, Groß-Gerau, Offenbach, Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Odenwald sowie die kreisfreien Städte Frankfurt am Main, Darmstadt und Offenbach). Als „Wirtschaftsmacht von Nebenan“ generierten die Mitgliedsbetriebe der Kammer einen Umsatz in Höhe von 20,1 Milliarden Euro im Jahr 2025. Zu den Kernaufgaben der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main zählen neben Aspekten der hoheitlichen Selbstverwaltung des Handwerks - wie etwa Ausbildung, Prüfungswesen und Führen der Handwerks- und Lehrlingsrolle - auch berufliche Bildungsangebote, Nachwuchskräfteförderung und vielfältige Beratungsangebote für Betriebsinhaber, wie beispielsweise zu Themen der Betriebsübergabe an nachfolgende Generationen. Als Botschafter des Handwerks zählt auch die Interessensvertretung auf regionaler, Bundes- sowie EU-Ebene zu den Aufgaben der Handwerkskammer. www.handwerkskammer-rhein-main.de