22.05.2026

Berufsschulstandorte beschäftigen das Handwerk an der Bergstraße

Bei „Handwerk trifft Verwaltung“ in Heppenheim kamen Handwerksbetriebe aus dem Landkreis Bergstraße mit der lokalen Politik und Verwaltung im Autohaus Goss ins Gespräch.

© Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main

Bei „Handwerk trifft Verwaltung“, organisiert von der Kreishandwerkerschaft (KH) Bergstraße und dem Landkreis, tauscht sich das Handwerk mit der Kreisverwaltung rund um Landrat Christian Engelhardt aus. Susanne Haus, Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main (HWK), und Dr. Christof Riess, HWK-Hauptgeschäftsführer, nahmen Anfang Mai im Autohaus Goss in Heppenheim am Austausch teil.

Im Landkreis Bergstraße gibt es rund 4000 Handwerksbetriebe mit 1000 Azubis. Die Ausbildungszahlen, so KH-Geschäftsführer Dietmar Schott stagnieren. In „großen“ Gewerken wie Kfz oder Elektro sähe es gut aus. „Aber die Kleinen“, so Stefan Vock, stellvertretender Kreishandwerksmeister, „bleiben, auch wegen des demographischen Wandels, auf der Strecke“.

Wie Hessen mit dem Projekt „zukunftsfähige Berufsschule“ versucht, trotz sinkender Azubi-Zahlen, Berufsschulstandorte zu sichern und Fachklassen zu bündeln, wurde angeregt diskutiert. Die „Verordnung über die Organisation und den Unterricht in den Fachklassen der Berufsschule“ gibt Aufschluss. Ein Beispiel: Für die Friseure ist die Heinrich Metzendorf Schule in Bensheim das regionale Berufsschulzentrum.

Gesprächsthema war auch, wo Azubis während des Blockunterrichts günstig übernachten können – denn die vom Handwerk geforderte Aufstockung der Pauschale von bisher 20 Euro pro Nacht wurde nicht umgesetzt. Für die Realisierung eines Wohnprojekts, da waren sich alle einig, bräuchte es mehrere starke Partner.