Podiumsdiskussion zur Zukunft des europäischen Mittelstands


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8. September 2017: Region mit Brüssel mehr verzahnen - Delegationsreise der Kreishandwerkerschaft Offenbach nach Brüssel
„Die Region muss näher an Europa rücken, Europa näher an die Region“. Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und des hessischen Handwerks, betont die Bedeutung des Austauschs zwischen kleinen und mittleren Betrieben mit Brüssel. „Europa muss näher an Europa rücken, Europa näher an die Region“, sagte Ehinger bei einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Zukunft des Mittelstands in Europa – Erwartungen und Herausforderungen im Superwahljahr“ in der Hessischen Landesvertretung in Brüssel.

Zu der Veranstaltung hatte die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Lucia Puttrich, gemeinsam der Handwerkskammer Frankfurt-Rein-Main und der Kreishandwerkerschaft Offenbach eingeladen. „Es gibt für unsere Wirtschaftssektor Handwerk gar keine andere Wahl als sich aktiv einzubringen und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts aktiv mitzugestalten“, sagte Ehinger. Für die Betriebe in der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main seien beispielsweise die Bereiche Außenwirtschaft und Brexit, Duale Ausbildung und Meisterbrief, sowie Infrastruktur und Digitalisierung von aktuell hoher Relevanz. Hendrik Kafsack (EU-Korrespondent der FAZ) moderierte das Podium mit Dr. Dirk Bergrath (IG Metall), Winand Quaedvlieg (VON-NCD-MKB Niederlande), Professor Dr. Christian Callies (Europäisches Zentrum für politische Strategie, EPSC) und Bernd Ehinger. Anlass der gemeinsam mit der hessischen Landesregierung ausgerichteten Veranstaltung ist das in diesem Jahr erschienene Weißbuch zur Zukunft Europas, in dem fünf Entwicklungsszenarien der EU für die kommenden Jahre aufgeworfen werden.

Mark Weinmeister, Staatssekretär für Europaangelegenheiten, betonte: „Der Großteil unserer deutschen Gesetze wird durch politische Entscheidungen in Brüssel maßgeblich beeinflusst. Für den Erfolg des Landes Hessen ist es also unverzichtbar, dass wir unsere spezifischen Interessen hier rechtzeitig und unmittelbar einbringen. Das ist Aufgabe der Landesregierung ebenso wie die von Verbänden und Organisationen. Unsere Landesvertretung ist dazu ein sehr guter Anlaufpunkt.“

Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main vertritt die Interessen von rund 33.000 Handwerksbetrieben und 134.000 Handwerkern in der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main. Neben einer Vertretung in Brüssel, hat sie weitere Standorte in Frankfurt und Darmstadt, sowie drei Berufsbildungs- und Technologiezentren in Frankfurt, Weiterstadt und Bensheim.