Meisterfeier 2017 in Darmstadt im Zeichen von 4.0


Foto: Fotostudio Michels

146 Jungmeister ausgezeichnet, Urkunden für sieben Geprüfte Betriebswirte (HwO) sowie die 12 Stipendiaten der Samstagsschule
Unter dem Motto „Warum Digitalisierung in der Metropolregion nicht ohne das Handwerk geht“, stand am 23. November 2017 die Meisterfeier der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main im Wissenschafts- und Kongresszentrum in Darmstadt. Gemeinsam mit Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger gratulierte Dr. Marie-Luise Wolff, ENTEGA, Vorstandsvorsitzende der ENTEGA AG in Darmstadt, den 146 Jungmeistern, darunter 11 Damen aus 14 Gewerken zur bestandenen Meisterprüfung. Die Veranstaltung moderierte die HR-Journalistin Constanze Angermann.

Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger forderte in seiner Ansprache mehr Gründergeist in Sachen „4.0“: „Das Produkt Handwerk mit dem Meisterbrief wird weiterhin einzigartig sein und nachgefragt. Aber genau diese handwerklichen Produkte mit ihrer Qualität und ihren Leistungen für eine digitale Gesellschaft in Szene zu setzen und fit für die Zukunft zu machen, ist Aufgabe der Jungmeister.“ Ehinger verwies auf die nötige Zusammenarbeit aller Akteure in der Metropolregion FrankfurtRheinMain. „Wichtig ist, dass wir uns bei den Themen, die nicht an den Grenzen von Kommunen oder Bundesländern halt machen auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen. Das Handwerk arbeitet etwa auf Hessenebene aktuell das Thema Digitalisierung aktiv auf. Wir stehen an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter und wollen dieses aktiv mitgestalten.“ Dr. Marie-Luise Wolff sagte: „Das Handwerk muss sich nicht vor der Digitalisierung fürchten, denn handwerkliche Leistungen können in ihrem Kern nicht digitalisiert werden. Die ureigenen Leistungen werden im Handwerk auch in Zukunft mit den Händen erbracht. Dennoch gilt es, die Möglichkeiten der Digitalisierung intelligent mit der traditionellen Handwerkskunst zu verknüpfen. Dann ist das Handwerk definitiv auf der Erfolgsspur.“

Unter den ausgezeichneten Jungmeistern sind 11 Damen. Die Meisterbriefe wurden in folgenden Gewerken vergeben: Dachdecker, Drechsler, Elektrotechniker, Friseur, Gerüstbauer, Holzbildhauer, Installateure und Heizungsbauer, Kraftfahrzeugtechniker, Landmaschinenmechaniker, Maler und Lackierer, Maurer und Betonbauer, Orthopädieschuhmacher, Raumausstatter sowie Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer. Eine Siegprämie von der Philipp-Gisbert-Stiftung erhielt Maurer- und Betonbauer Andreas Koch aus Hesseneck. Die Stiftung des früheren Präsidenten der ehemaligen Handwerkskammer Darmstadt zeichnet jährlich die besten Junghandwerker aus.

Urkunden erhielten zudem sieben Geprüfte Betriebswirte (HwO) sowie die 12 Stipendiaten der Samstagsschule für begabte Handwerker in Darmstadt.