Meisterbrief als Qualitätssiegel und Ausbildungsgarant


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Ehinger für Rückkehr zur Meisterpflicht
Der hessische Handwerkspräsident Bernd Ehinger unterstützt die politischen Bestrebungen, die Meisterpflicht für verschiedene Handwerksberufe wieder einzuführen. „Die Abschaffung der Meisterpflicht für 53 Handwerksberufe durch die rot-grüne Bundesregierung im Jahr 2004 war ein Fehler, den die aktuelle Bundesregierung schnellstens korrigieren sollte“, so der Präsident des Hessischen Handwerkstages (HHT). Die damalige Hoffnung, zu mehr Fachkräften zu kommen, habe sich nicht erfüllt. Das hessische Handwerk suche händeringend Fachkräfte, die gerade auch für die anstehenden Betriebsübergaben dringend benötigt würden. Laut Ehinger hat die Abschaffung der Meisterpflicht zwar zu einem regelrechten Boom bei Betriebsgründungen geführt, umgekehrt seien die Ausbildungszahlen in diesen Gewerken vielfach dramatisch eingebrochen, da eine große Zahl dieser Betriebe Ein-Mann-Betriebe seien, die nicht ausbilden. Auch würden die neuen Betriebsgründungen vielfach wieder sehr schnell vom Markt verschwinden und es sei auch ein deutlicher Qualitätsverlust festzustellen.
 
Das allseits gelobte duale Ausbildungssystem in Deutschland sei ohne Qualifikationsanforderungen wie den Meisterbrief nicht möglich. Auch die sehr viel niedrigere Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sei nicht trotz, sondern gerade wegen des dualen Ausbildungssystems und der Meisterprüfung zustande gekommen, so Ehinger.
 
Meisterbrief steht für Verbraucherschutz und Ausbildungsleistung
 
Der Meisterbrief sichere aber nicht nur eine qualitativ hochwertige betriebliche duale Ausbildung. Auch das hohe Verbraucherschutzniveau in Deutschland bleibe erhalten. Ehinger: „Dem Kunden bietet der Meisterbetrieb eine klare Orientierung und Sicherheit, dass die fachliche Qualität von Beratung und Ausführung der handwerklichen Leistung objektiv gewährleistet ist.“ Zudem sichere die Meisterausbildung die überdurchschnittlich hohe Ausbildungsleistung des Handwerks. „Die Rückkehr zur Meisterpflicht ist keine Rolle rückwärts, sondern ein überfälliger wichtiger Schritt zur Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit des Handwerks als Wirtschaft-und Gesellschaftsgruppe“, so der hessische Handwerkspräsident.

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