Meisterfeier in Darmstadt: 256 Jungmeister geehrt


Foto: Emmerke

Ehinger: „Handwerk ist Stabilitätsanker für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ 
Meisterfeier 2019 in Darmstadt: 256 Jungmeister – Festredner Manfred Krupp, Intendant Hessischer Rundfunk 

256 junge Männer und Frauen aus 18 Handwerksgewerken haben am Donnerstagabend im Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt ihre Meisterbriefe erhalten. Die Meisterfeier der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main stand unter dem Motto: „Medien – machen die eigentlich, was sie wollen?“ Festredner war Intendant Manfred Krupp, Intendant des Hessischen Rundfunks (hr). Gemeinsam mit Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, gratulierte er den 20 Damen und 236 Herren, die ihre Meisterprüfung erfolgreich bestanden haben. Außerdem wurden 15 Geprüfte Betriebswirte (HwO) ausgezeichnet. 
 
Ehinger hob die Bedeutung der gesellschaftlichen Verantwortung zur Gestaltung zum sachlichen Diskurs in den Mittelpunkt, der mit dem Bestehen des Meisterbriefs eine besondere Bedeutung einnehme. „Das Handwerk ist ein Stabilitätsanker für gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Prosperität. Das sieht man an jungen Menschen, die ihren beruflichen Weg in der dualen Ausbildung beginnen, an Meistern, Ausbildern oder Lehrern, die ihr Wissen und Können an nachfolgende Generationen weitergeben, an Menschen aus anderen Ländern, die durch Handwerk eine neue Heimat finden, an innovativen Unternehmern und Existenzgründern, die um die Ecke denken, Innovationen wagen und unser Land weiter voran bringen – und an all den Handwerkern, die sich handwerkspolitisch öffentlich und in den Medien zu Wort melden.“ Die Jungmeister seien aktive Gestalter und Synonym für den Generationenvertrag. „Als Handwerker haben sie Verantwortung für die Zukunft. Mit dem Meisterbrief liegt es in ihren Händen, ihr Wissen an die nächste Generation weiterzugeben.“ 
 
Der Präsident ergänzte: Als Handwerkskammer ist es unsere Aufgabe, die Stimme der Unternehmer und Arbeitnehmer des Handwerks in der Öffentlichkeit zu verstärken. Regelmäßig sprechen wir daher mit Vertretern aus der Presse- und Medienlandschaft über das Bild unseres Wirtschaftssektors in der journalistischen Berichterstattung oder aber in den Unterhaltungsformaten. Jeden Tag stellen wir darüber hinaus Kontakte zwischen Journalisten und Vertretern des Handwerks her. Wir, das Handwerk, nehmen auf diese Weise aktiv am gesellschaftspolitischen Diskurs teil.“ 
 
Manfred Krupp sagte: „Mit ihrem Handwerk leisten die Jungmeisterinnen und Jungmeister einen bedeutenden Bestandteil für das tägliche Leben der Menschen. Unser Ziel als Hessischer Rundfunk ist das gleiche: nah am Leben der Hessinnen und Hessen zu sein und zu bereichern. Die Verantwortung für die Gesellschaft eint uns, und daher sind die Verbindungen zwischen den Handwerkskammern wie der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und den Medien wichtig.“ 

Die Meisterbriefe wurden in folgenden Gewerken vergeben: Dachdecker, Elektrotechniker, Feinwerkmechaniker, Friseur, Gerüstbauer, Informationstechniker, Installateure und Heizungsbauer, Kraftfahrzeugtechniker, Landmaschinenmechaniker, Maler und Lackierer, Maurer und Betonbauer, Metallbauer, Orthopädieschuhmacher, Parkettleger, Raumausstatter, Tischler, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer sowie Zimmerer. 
 
Eine Siegprämie von der Philipp-Gisbert-Stiftung erhielt Maximilian Senk, Feinwerkmechaniker aus Groß-Zimmern. Die Stiftung des früheren Präsidenten der ehemaligen Handwerkskammer Darmstadt zeichnet jährlich die besten Junghandwerker aus. 
 
Urkunden erhielten zudem die zwölf Stipendiaten der Samstagsschule für begabte Handwerker in Darmstadt. 



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