Sachverständige finden

Von der Kammer Frankfurt-Rhein-Main öffentlich bestellt und vereidigt

Sachverständige im Handwerk stehen Verbrauchern kompetent und praxisnah bei der Lösung ihrer Probleme zur Seite - sei es bei Bauschäden, fehlerhafter Handwerksarbeit, Mietstreitigkeiten und ähnlichem. Die Handwerksordnung regelt die Aufgabe der Handwerkskammern Sachverständige zur Erstattung von Gutachten über Waren, Leistungen und Preise von Handwerkern zu bestellen und zu vereidigen. Öffentlich bestellt und vereidigt werden kann nur derjenige, der seine persönliche Eignung und seine besondere Fachkunde nachgewiesen hat.

Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige genießt den Titelschutz nach § 132a des Strafgesetzbuches. Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige erstellt Gutachten für Privatpersonen, Unternehmen  und Gerichte.

Was geschieht bei Beschwerden?
Besteht Grund zur Beschwerde über die Tätigkeit des Sachverständigen, sollte in jedem Fall die zuständige Handwerkskammer informiert werden, die den Sachverständigen bestellt hat. Hier wird die Angelegenheit entsprechend überprüft. Jedermann kann sich in einem Streitfall an einen Sachverständigen wenden – wobei stets der Auftraggeber die Kosten zu tragen hat. Bei außergerichtlichen Gutachten kann die Höhe des Stundesatzes vereinbart werden. Was insgesamt an Kosten anfällt, ist nur mit dem Sachverständigen zu klären. Für die gerichtliche Tätigkeit des Sachverständigen ist die Vergütung nach dem JVEG (Justizvergütungs- und entschädigungsgesetz ) geregelt.

Woran erkennt man einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen?
  • An der Bezeichnung: Er muss die Bezeichnung „von der Handwerkskammer…. öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das ….(Angabe des Sachgebietes gemäß Bestellungsurkunde) verwenden.
  • Stempel: Der Sachverständige verwendet einen Rundstempel, aus dem ersichtlich ist, für welches Sachgebiet und von welcher Handwerkskammer er bestellt worden ist.
  • Ausweis: Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige verfügen während ihres Bestellungszeitraums über einen mit Bild versehenen Sachverständigenausweis, den sie auf Verlangen vorzeigen müssen.

Sie suchen weitere Informationen zu Thema Sachverständigenwesen? Das Team der Rechtsberatung ist für Sie da: sachverstaendige@hwk-rhein-main.de

Das dürfen Sie erwarten

Besondere Sachkunde:
Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige muss im Bestellungsverfahren einen Nachweis über seine besondere Sachkunde erbringen. Darunter versteht man überdurchschnittliche Fachkenntnis und Erfahrung.

Vertrauenswürdigkeit:
Vor der öffentlichen Bestellung wird die Zuverlässigkeit und Integrität überprüft.

Objektivität:
Der Sachverständige hat seine Aufgaben gewissenhaft, weisungsfrei und persönlich zu erfüllen sowie seine Gutachten unparteiisch zu erstatten.

Pflicht der Gutachtenerstattung:
Nur aus wichtigem Grund darf ein Sachverständiger Aufträge ablehnen.

Schweigepflicht:
Der Sachverständige muss bei der Ausübung seiner Tätigkeit anvertraute Privat- oder Geschäftsgeheimnisse wahren. Es ist ihm untersagt, diese zu verwerten.

Fortbildungspflicht:
Der Sachverständige ist verpflichtet, sich nachweisbar auf dem Sachgebiet, für das er öffentlich bestellt und vereidigt ist sowie hinsichtlich des allgemeinen
Sachverständigenwissens, im erforderlichen Umfang ständig fortzubilden.

Überwachung:
Der Sachverständige wird durch die Bestellungskörperschaft beaufsichtigt. Ein Entzug der Bestellung ist nur möglich, wenn er gegen Recht und Gesetz verstößt.

 

Sachverständigenverzeichnis der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main

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